SPD/FWG (Freie Wählergemeinschaft) Parkstetten
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Aktuell am 06.09..2019
Wenige Wähler im Landkreis – gut für Geiselhöring? „Martini - Frühschoppen“ mit Bürgermeister Fritz Fuchs Parkstetten. (kr) Am Sonntag hatten die Parkstettener SPD-Ortsvorsitzenden Martin Panten und Martin Schießwohl die Mitglieder der örtlichen SPD und FWG zum „Martinifrühschoppen“ in das Café Speiseder eingeladen. Neben viel SPD-Prominenz aus dem Landkreis war auch der Konzeller SPD-Bürgermeister Fritz Fuchs dabei, der alle auf die Nachwahl des Kreistages am 1. Februar 2015 einstimmte. „Kein Kunststück“, sagte Fritz Fuchs, als er das von den beiden Martins gestiftete Bierfass fehlerfrei anzapfte, „schließlich bin ich seit fünf Jahren auch Wirt des Dorfwirtshauses in Gossersdorf.“ Gemeinderat Martin Schießwohl informierte die zahlreichen Anwesenden eingangs über den jüngsten Gemeinderatsbeschluss zur kommenden Kreistagswahl. Zur Wahl darf in Parkstetten jede Partei oder Gruppierung nur fünf Plakate aufhängen. „Ich will auch wieder Kreisrat werden“, sagte der Konzeller Bürgermeister in seinem kurzen Vortrag. Eine niedrige Wahlbeteiligung bei den Kreistagswahlen werde nur den Geiselhöringer Kandidaten nützen, da dort wegen der gleichzeitig stattfindenden Bürgermeister- und Stadtratswahl die Wählerzahl überdurchschnittlich hoch sein dürfte, mutmaßte Fuchs. Die Verantwortung liege nun bei den Wählern des gesamten Landkreises, diese müssten sich fragen: „Wie gehe ich mit dem schlimmsten Wahlbetrug in unserem Raum um?“ Es sei nicht zulässig ihn der Landkreis-CSU anzulasten, diese sei aber eindeutig der Nutznießer der Fälschungen gewesen. Er verstehe die Entscheidung der ehemaligen CSU-Kreistagsfraktion nicht, die Staatsregierung aufzufordern, einen Rechtsbruch zu begehen und nur in Geiselhöring wählen zu lassen. Und dass, nach dem bekannt war, dass nach dem Gesetz eindeutig im gesamten Landkreis neu gewählt werden muss. „Was tut man augenscheinlich nicht alles, nur um die absolute Macht zu erhalten“, sagte Fuchs. Auch mit der Energiepolitik der CSU ging der Bürgermeister ins Gericht. „Die schlagen ständig Purzelbäume, Atomausstieg schnell, Atomausstieg sehr langsam, nach dem Unglück in Fukushima Atomausstieg sehr schnell, Windräder ja, aber neuerdings durch Abstandsregelungen praktisch unmöglich, keine neuen Stromtrassen aus dem Norden, Biogas ja, dann wieder nein“. „Die haben die Energiewende nicht im Herzen, sondern taktieren nur nach Interessen und Lage bei den Wahlen“, sagte Fuchs. Passend zum Martinstag hatte der Bürgermeister auch einige Anmerkungen. Das Motto des Heiligen sei das Teilen gewesen. Dass ein tüchtiger Chef oder Manager das Vielfache eines normalen Angestellten verdiene, könne er auch als „Sozi“ akzeptieren, aber dass der Abstand zwischen Geringverdienern und Spitzenverdienern derzeit explosionsartig auseinanderlaufe, sei nicht mehr nachvollziehbar. Sankt Martin sei ein guter Tag, sich auf Werte wie Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit zu besinnen, sagte der Konzeller Bürgermeister. Gute Erfahrungen und so gut wie keine Probleme gebe es derzeit bei der Unterbringung von Flüchtlingen in seiner Gemeinde. „Diese Leute haben die gleichen Bedürfnisse und möchten Perspektiven haben wie alle Menschen“, berichtet er. Wenn eine Gemeinde mit 1800 Einwohnern nicht 30 Flüchtlinge menschenwürdig aufnehmen könnte, wäre das ein Armutszeugnis.
Martini - Frühschoppen am 16.11.2014